Vergast und Verbrannt – das Ende des „Zigeunerlagers Auschwitz-Birkenau“

Für die über 4300 Kinder, Frauen, Alte und Kranke im Vernichtungslager gab es in der Nacht des 2. August 1944 keinen Ausweg. Mit der Auflösung des „Zigeunerlagers“ wurden sie trotz heftiger Gegenwehr von den SS-Wachmannschaften in die Gaskammern getrieben.022401 blick auf holzbaracken v2 bw 1024x709
Seit Einrichtung des Lagerabschnitts B II e als „Zigeunerfamilienlager“ im Februar 1943 war der Teil des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau für Sinti und Roma die Hölle auf Erden.

Ab Februar 1943 wurden annähernd 23.000 Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau deportiert, der größte Teil stammte aus dem Reichsgebiet. Eingepfercht in völlig überfüllten Waggons überlebten viele die Torturen der mehrtägigen Fahrt nicht. Nach ihrer Ankunft in Auschwitz-Birkenau wurden die Menschen nach Geschlechtern getrennt in Büchern registriert. Außerdem tätowierte man ihnen ein „Z“ und ihre Registrierungsnummer in den Arm, kleinen Kindern in den Oberschenkel.