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Deutsche Erstaufführung: Ein Stückchen Blau am Himmel

admin Veranstaltungen 18. September 2026

Ein bewegender Film und ein einzigartiges Zeitdokument wird am 18. Oktober 2026 erstmals in Deutschland zu sehen sein! Dem holländischen Regisseur Bob Entrop ist es mit seinem Film "Een Stuckje Blauw in de Lucht" (Ein Stückchem Blau am Himmel) auf beeindruckende Weise gelungen, die Erinnerungen von überlebenden holländischen Sinti an ihre Deportation und die Konzentrationslager mit der Kamera einzufangen. 

Dieser eindrBlauamHimmel20261018ingliche Film erzählt die bewegende Geschichte von zwölf Menschen, die den Zweiten Weltkrieg überlebt haben und zum ersten Mal darüber sprechen und damit ein Tabu brechen.
Durch bisweilen gewalttätige, aber auch wunderschöne Bilder und Erzählungen wird der Zuschauer in ein Stück Geschichte hineingezogen, über das bisher alle geschwiegen haben.
Angesichts der Tatsache, dass der Krieg ein Tabu ist und nie thematisiert wird – schon gar nicht vor einer Kamera –, ist es Bob Entrop gelungen, einen einzigartigen und besonderen Film zu drehen. Dank des wachsenden Vertrauens und der Freundschaften, die sich in den letzten Jahren zwischen den Sinti und Roma und dem Filmemacher Bob Entrop entwickelt haben, waren sie bereit, ihre Geschichte zum ersten Mal öffentlich zu machen. Dieser Film ist eine Reise durch die Zeit.
In der Gegenwart reisen wir mit drei Menschen nach Auschwitz, und gleichzeitig reisen wir mit den anderen zurück in die Vergangenheit, in die Zeit, in der fast eine Million Sinti und Roma, „Zigeuner“, ermordet wurden.

Deutsche Erstaufführung "Ein Stückchen Blau am Himmel" am Sonntag, den 18. Oktober um 14.00 Uhr im KoKi Hannover, Sophienstrasse 2. Um die sehr persönlichen Schilderungen der holländischen Sinti authentisch zu belassen wurden sie mit deutschen Untertiteln versehen. Der Regisseur Bob Entrop wird bei der deutschen Premiere seines Films und für eine Diskussion anwesend sein!

 

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Lebendige Musik an einem Ort der Erinnerung

admin Veranstaltungen 15. August 2026

Sommer im Kulturdreieck: Das New Weissemble bringt die Musik der Sinti und Roma auf den Opernplatz – geprägt von virtuoser Spielfreude, tief verwurzelter Tradition und einer bewegten Geschichte.

Die Musik der Sinti und Roma hat viele Spuren in Europa hinterlassen, vom Flamenco über Liszt und Debussy bis zum Jazz. Die Virtuosität der Musiker und die Emotionalität begeisterten über Jahrhunderte ihr Publikum, in vielen Sinti-Familien sorgten Musiker für den Lebensunterhalt.

Während sein Weltruhm den belgischen Sinto Django Reinhardt vor der Deportation durch die Nazis bewahrte, wurden viele deutsche Sinti-Musiker in den Konzentrationslagern ermordet. Auch im sogenannten Zigeunerlager Auschwitz spielten sie zum letzten Mal zur Unterhaltung der Wachen.

Erinnerung, Tradition und Überlieferung haben dafür gesorgt, dass ihre virtuose Musik in vielen Familien lebendig blieb und von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.

Mit dem New Weissemble (Sascha Weiss, Gitarre; Tschabo Franzen, Gitarre; Moreno Weiss, Kontrabass; Dalino Weiss, Piano und Albani Weiss, Gitarre) aus Hameln erklingt diese Musik an einem besonderen Ort: Dort soll künftig neben dem Mahnmal für die jüdischen Opfer der Shoa auch ein Mahnmal an den Völkermord an den Sinti und Roma erinnern.

Darüber hin aus gibt der Verein Einblicke in den aktuellen Stand des Projekts und die Erfahrungen einer jungen Sintezza mit Diskriminierung und die Bedeutung des Mahnmals für junge Sinti heute.

Dienstag. 1. September 2026 ab 18 Uhr auf dem Opernplatz Hannover 

Der besondere Film: Unrecht und Widerstand

admin Veranstaltungen 18. März 2026

Wir freuen uns, am 16. April 2026 im KoKi Hannover den wichtigsten Dokumentarfilm über den Völkermord an den deutschen Sinti und den langen Kampf um die Anerkennung präsentieren zu können: Am 2. August 2021 erhält Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau die Auszeichnung „Licht der Erinnerung“. Er wird damit geehrt für sein jahrzehntelanges Engagement im Kampf um die Erinnerung und die Anerkennung des Porajmos, des Völkermords anRomaniRoseFilm den europäischen Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten. Dieser Genozid wurde in Deutschland nicht nur über viele Jahre totgeschwiegen. Vielmehr waren Überlebende und Nachkommen erneut staatlichen Schikanen ausgeliefert, erfuhren auch in den Jahrzehnten nach 1945 Ausgrenzung, wurden Opfer eines tiefgreifenden Rassismus. Auch dagegen richteten sich Romani Rose und seine Mitstreiter:innen. Ausgehend von der Lebens- und Familiengeschichte Roses schildert der Dokumentarfilm wichtige Etappen dieser Auseinandersetzung, verbindet umfangreiches dokumentarisches Archivmaterial – darunter Aussagen von Opfern und Auszüge aus gesellschaftlichen Debatten – mit zeitgenössischen Interviews mit Romani Rose und anderen Protagonist:innen der Bürgerrechtsbewegung, aber auch mit Historiker:innen, und erzählt auf eindringliche Weise vom Leid der Sinti und Roma vor und nach 1945. Er vermittelt dabei, wie die Gesellschaft, der Staat mit Legislative, Exekutive und Judikative sowie die Kirche in personeller, struktureller und ideologischer Hinsicht über Jahrzehnte hinweg Anteil an einer Fortführung der Diffamierung, Ausgrenzung und Entrechtung hatten.
„Die Notwendigkeit, das Leid der Sinti und Roma vor und nach 1945 endlich in umfassender und angemessener Weise zu erzählen, ergibt sich nicht nur aus dem unfassbaren und schrecklichen Geschehen selbst, sondern auch aus dem erstaunlichen und nur schwer zu begreifenden Umstand heraus, dass dies bisher noch nicht geschehen ist. Schon allein damit leistet der Film einen wichtigen und instruktiven Beitrag zur Chronik bundesdeutscher Geschichte, füllt eine nicht zu akzeptierende Leerstelle und trägt zu aktuellen geschichtswissenschaftlichen Debatten bei.“(Aus der Begründung der Jury für den Grimme-Preis 2023)

Wege in die Vernichtung - Gedenkveranstaltung zur Deportation der Sinti aus Hannover und Niedersachsen im März 1943

admin Veranstaltungen 10. Februar 2026

Gedenken an Lebenswege und Leidenswege
Mit der Gedenkveranstaltung am 1. März um 14.00 Uhr im Künstlerhaus wollen wir mit Erlebnisberichten Überlebender und musikalischer Begleitung an die Schicksale der Sinti aus Niedersachsen und Hannover erinnern, die im März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden.
Es berichten Nachkommen über die Schicksale ihrer Familien in den Vernichtungslagern und Erfahrungen der Überlebenden nach Ende des 2. WeltkriegGedenkveranstaltung1März2026es in einem sie weiter diskriminierenden Deutschland. Im Mittelpunkt des Programms stehen zwei Lebenswege, die sich in Auschwitz kreuzten: ein 8-jähriges Sinti-Mädchen aus Hamburg überlebte dank der Fürsorge einer 20-jährigen Sinteza aus Hannover. Das Programm wird musikalisch begleitet von dem New Weißemble, Musikern der Familie Weiß aus Hameln.
In Hannover lebten um 1933 über 100 Sinti insbesondere in der Altstadt am Hohen Ufer oder in der Bockstrasse und im Tiefental. Viele Sinti lebten weiter auf Stellplätzen in Hannover. Der größte in Hainholz an der Schulenburger Landstraße wurde „Zigeunerdorf“ genannt. 1938 wurde im Altwarmbüchener Moor ein Sammellager durch die Stadt eingerichtet, in das anfangs nur die Sinti zwangseingewiesen wurden, die zuvor auf Stellplätzen gelebt hatten. Ab 1942 wurden auch Sinti, die in Mietwohnungen lebten, in das Sammellager zwangsweise eingewiesen, wo sie in alten Eisenbahnwaggons hausen mussten. In der Nacht zum 1. März 1943 wurde das „Sammellager“ im Altwarmbüchener Moor von der Polizei umstellt und die dort lebenden Sintifamilien im Scheinwerferlicht der Lastwagen zum Abtransport zusammengetrieben. Gleichzeitig fanden am 1. März 1943 in der Stadt Hannover weitere Verhaftungen statt. Die Festgenommen wurden vom Bahnhof Fischerhof im Stadtteil Linden am nächsten Tag über Braunschweig-Veltenhof nach Auschwitz deportiert. Von Veltenhof wurden mindestens weitere 250 Männer, Frauen und Kinder aus Braunschweig und Umgebung zur Vernichtung nach Auschwitz abtransportiert. In allen Teilen des Landes wurden Sinti und Roma gesucht, verhaftet und deportiert. Den verhafteten Sinti und Roma wurde gesagt, dass sie nach Polen gebracht werden, wo sie ein Haus, Land und Vieh bekämen, um sich selbst ernähren zu können. Den Kripobeamten, die für die Verhaftungen und die Deportation der Sinti verantwortlich waren, war das eigentliche Ziel Auschwitz bekannt.
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Requiem für Auschwitz

admin Veranstaltungen 24. November 2025

Kann Musik das Unsagbare wiedergeben? Das "Requiem für Auschwitz"ist eine bewegende Antwort.

Wir laden ein zur Vorführung des Dokumentarfilms »Requiem for Auschwitz« (Regie: Bob Entrop) am Sonntag, dem 9. November 2025, dem 87. Jahrestag der Reichspogromnacht. Mit den vom NS—Regime gelenkten Ausschreitungen begann nach der Diskriminierung aus rassischen Gründen die systematische Verfolgung und Unterdrückung der jüdischen Bevölkerung. Zehntausende wurden in den Folgetagen in Konzentrationslager deportiert.
Auch gegen die deutschen Sinti und Roma richtete sich seit 1933 mit der Einordnung als minderwertige Rasse die systematische Verfolgung ;1938 wurden die Sinti, die in Hannover in Mietwohnungen und auf Stellplätzen lebten, zwangsweise in das Sammellager Altwarmbüchener Moor umgesiedelt, die letzte Station vor der Deportation nach Auschwitz.
Der Film "Requiem für Auschwitz" beleuchtet die Entstehungsgeschichte des gleichnamigen musikalischen Werks des niederländischen Sinto-Komponisten Roger Moreno-Rathgeb. Er ist eine eindringliche künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust aus der Perspektive der Sinti und Roma.Requiem120251109
1998 begann Roger Moreno-Rathgeb mit seiner ersten Komposition für das Requiem, das er den Opfern von Auschwitz widmen wollte. Nach einem Besuch des Lagers kam er jedoch nicht mehr weiter. Es dauerte mehrere Jahre, bis er wieder damit anfangen konnte.
Jahr 2020, ist Roger in Berlin unter dem Brandenburger Tor zu sehen, dem Ort, an dem alles begann. Er spielt sein Akkordeon am Denkmal für die Sinti und Roma. Während der Proben und später bei der Aufführung mit der Sinti und Roma Philharmonie und einem jüdischen Chor im Berliner Dom am Holocaust-Gedenktag erlebt Roger, wie seine Noten und Emotionen in Musik verwandelt werden. Bei einem Besuch in Auschwitz mit einigen niederländischen Musikern zeigt er ihnen die Orte, die ihn zu bestimmten Passagen des Requiems inspiriert haben. Rogers Geschichte wird mit einer zweiten Handlung verwoben und illustriert, in der Enkelkinder mehrerer Protagonisten aus „A Blue Hole In The Sky“ mit Geschichten über ihren Großvater oder ihre Großmutter konfrontiert werden.
Matinee am 9.November um 11 Uhr im KoKi im Künstlerhaus Hannover, Sophienstrasse 2. Eintritt frei! Um eine Spende für das Projekt Sinti und Roma Holcaust-Mahnmal wird gebeten. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

  1. Der besondere Film: Gipsy Queen
  2. Neue Vorbilder statt alter Vorurteile - die vergessenen Sinti und Roma Sportler
  3. Gibsy - Rukeli Trollmanns Kampf ums Leben
  4. Gedenkveranstaltung zur Deportation im März 1943

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